Hola,
gestern hatte ich kein Internet, in der Gemeindeherberge von Palas de Rei, in der alten Gemeindeherberge unten an der Strasse. Nur 11 Betten im Zimmer.. juhu... Dafuer nur zwei Duschen ohne Tueren.... Erst die Frauen, dann die Maenner. Geht alles. Das habe ich schon mal gelernt.
Neben der Herberge ist eine Bar, alle die weiter wollen, gehen hier vorbei. Es waren alle Bekannten unterwegs und haben hier Pause gemacht. Echt klasse, du triffst sie alle wieder.
Der Barbesitzer hat um 14:00 h einfach die Rolladen heruntergemacht, Siesta, obwohl noch alle draussen saßen und was trinken wollten.... Karl Heinz ist dann in den Supermarkt und hat Bier gekauft, geht doch... Und in der Kirche, wunderschoen, habe ich drei Kerzen angezuendet, sonst nehme ich immer zwei.... Irgendwie sagte mir eine Stimme, das jemand eine benoetigt ?
Nach 25 km bin ich heute in Ribadiso da Baixo gelandet. Ebenfalls die Gemeindeherberge, direkt am Fluss. Kein Supermarkt, nichts als die Ruhe. Und bis Santiago sind es noch 40 km.... Ist nicht mehr viel.
Am Samstag morgen bin ich dann in der Pilgermesse von Santiago.... Start 18.Mai, Santiago 18.Juni....
Morgen nochmal 25 km bis O Pino... und am Samtag die letzten 17 km.... Aber ich gehe in die Gemeindeherberge. Je nachdem was die Fuesse so sagen, gehe ich noch 3 Tage weiter bis nach Finisterre..... Nochmal 90 km.... Mal schauen, erstmal in Santiago ankommen...
Der Weg hat es wirklich in sich. Du gehst hier km fuer km und geniesst einfach nur die Natur, ohne viel nachzudenken, LVM oder Familie, das geht, nur die Froesche oder den Voegeln zuhoeren... Im Hintergrund die Pilgerstoecke beim Aufschlagen... Du stehst morgens auf, und weisst nicht mit wem du so gehst. Michael aus Liverpool, Alan aus Nottingham, Jessica aus Kanada, Italiener, Franzosen, Spanier, viele Deutsche, und die Universitaet aus Pennsylvania.... Die verfolgen mich......
Walter aus Oesterreich, Momo aus Stuttgart, Schweizer Ehepaar, James und Co...
Ich bin mir noch nicht sicher, was der Weg fuer mich zuhause bringt, aber ich bin total gelassen. Die vielen Leute in den Herbergen stoeren mich schon gar nicht mehr. Im Gegenteil, immer in diesen Herbergen, da lernt man viele Leute kennen. Was ich als erstes mache, einen Englischkurs.... hihihi. Englisch ist die Spache auf dem Camino, nur die Franzosen tun sich damit schwer.... Ich glaube ich werde auch meine Klamottten nochmal aussortieren. Was ich nicht trage, weg damit. Diese Geschichte, koennte ich evtl, nochmal gebrauchen, quatsch, weg.... Silvia der Keller wird leer, oder ist er es bereits ...????
Mich ziehen hier auch die Kirchen an, ich gehe herein , setze mich hin, bete vor mich hin, und zuende Kerzen an.... Spirituell ?? Keine Veraenderung festgestellt, ausser dass ich nochmal zu Mutter Meera möchte.
Hier sind auch viele Jugendliche unterwegs, fuer die Jugendlichen ein ganz grosse Herausforderung... Ich geniesse noch die letzten Tage hier auf dem Camino... Die beiden Kreuze immer bei mir, die geben wirklich Kraft.
Wir sollen auf jeden Fall Ruth und Andreas in Australien besuchen kommen. Er besteht darauf... Und James in New York City.....
Gute Nacht...
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