Hola,
heute morgen sind Walter und ich Richtung Muxia gegangen, am Busbahnhof habe ich Guenter getroffen.
Mit dem bin ich am ersten Tag von Bilbao nach Saint Jean Pied de Port gefahren... Einmal habe ich ihn noch in den Bergen gesehen und dann war er weg.Hammer oder? Nach 33 Tgen steht er da... Er hat noch Fotos von mir gemacht, (an den ersten Tagen), sendet sie mir diese per Mail zu.
Von Finisterre nach Muxia ist eine lange Etappe, doch mehr als 28 km.... und...Nein!! ...Ich habe mir meine erste Blase gelaufen, rechts am Fuss, so ein Sch....
Mit der Nadel einmal reingestochen. Der Ort hier ist wunderschoen... echt klasse. Werde hier noch bis Mittwoch morgen bleiben, der Bus faehrt um 06:45 h, so dass er puenktlich in Santiago ist. Er braucht nicht so lange wie der Bus von Finisterre.
Die Pilger heuet morgen hatten alle einen dicken Hals. Ein Doppeldeckerbus fuer die Pilger nach Finisterre, aber ein einfacher zurueck. Die waren alle sauer, haben sich dann Taxis organisiert. 90 € ... Na ja durch 4 Personen. Geht noch..... Der Bus von Muxia ist nicht so voll. Am Mittwochmorgen , will ich noch die Pilgermesse in Santiago um 12:00 h besuchen.
Einen schoenen Gruss, aus Muxia.
Mal schauen ob ich heute noch in paar Kerzen anzuenden kann...
Montag, 20. Juni 2011
Sonntag, 19. Juni 2011
Santiago-Finisterre
Hola,
gestern war es dann soweit, um 11:20 h war ich der Kathedrale von Santiago...
War schon ein komisches Gefuehl, so nach dem Motto: "Das wars....."
Mit Rucksack in die Messe.... Haben viele gemacht...
Eine wunderschoene Kirche.... Der Jakobus....
Und um 12:00 h ging die Messe los, vorher hatte die beruehmte Nonne mit der super Stimme, die Pilgerschaft in das Singen geleitet.
Viele Pilger konnten nicht singen, weil sie nur diese Nonne angestarrt haben, Gaensehaut....
Und in der Messe kam von ihr das Halleluja, Halleluja, jeder sang es in seiner Sprache....
Da liefen schon ein paar dicke Traenchen die Wangen herunter... Oh man, Gaensehaut mit dicken Kulleraugen...
Egal, ich war total geruehrt....
In der Messe sah ich die anderen, mit denen ich hunderte von km gepilgert bin. Was fuer eine Gemeinschaft...
Nach der Messe war die Freude riesengross, und die Getraenke flossen.....
Andreas hat in Monto do Gozo auf seine Mutter gewartet, und heute morgen bzw, gestern Abend kam der Abschied von den Pilgern.
Tagelang hast du sie in den Bars oder Herbergen gesehen, und jetzt sind sie weg..... seufz... Adressen und Emails ausgetauscht, Facebook wird wohl ueberquillen von Fotos...
Heute morgen bin ich mit dem Bus nach Finisterre gefahren, im Bus Walter aus Oesterreich, Karl-Heinz und Vater mit Schwiegertochter in spe.... Walter, Karl Heinz und ich bleiben heute hier... Haben eine Privatherberge gefunden. 10 €..
Morgen gehe ich mit Walter nach Muxia, 26 km zu Fuss und bleiben dort auch eine Nacht....
Buen Camino!
gestern war es dann soweit, um 11:20 h war ich der Kathedrale von Santiago...
War schon ein komisches Gefuehl, so nach dem Motto: "Das wars....."
Mit Rucksack in die Messe.... Haben viele gemacht...
Eine wunderschoene Kirche.... Der Jakobus....
Und um 12:00 h ging die Messe los, vorher hatte die beruehmte Nonne mit der super Stimme, die Pilgerschaft in das Singen geleitet.
Viele Pilger konnten nicht singen, weil sie nur diese Nonne angestarrt haben, Gaensehaut....
Und in der Messe kam von ihr das Halleluja, Halleluja, jeder sang es in seiner Sprache....
Da liefen schon ein paar dicke Traenchen die Wangen herunter... Oh man, Gaensehaut mit dicken Kulleraugen...
Egal, ich war total geruehrt....
In der Messe sah ich die anderen, mit denen ich hunderte von km gepilgert bin. Was fuer eine Gemeinschaft...
Nach der Messe war die Freude riesengross, und die Getraenke flossen.....
Andreas hat in Monto do Gozo auf seine Mutter gewartet, und heute morgen bzw, gestern Abend kam der Abschied von den Pilgern.
Tagelang hast du sie in den Bars oder Herbergen gesehen, und jetzt sind sie weg..... seufz... Adressen und Emails ausgetauscht, Facebook wird wohl ueberquillen von Fotos...
Heute morgen bin ich mit dem Bus nach Finisterre gefahren, im Bus Walter aus Oesterreich, Karl-Heinz und Vater mit Schwiegertochter in spe.... Walter, Karl Heinz und ich bleiben heute hier... Haben eine Privatherberge gefunden. 10 €..
Morgen gehe ich mit Walter nach Muxia, 26 km zu Fuss und bleiben dort auch eine Nacht....
Buen Camino!
Freitag, 17. Juni 2011
Palas de Rei - Ribadiso da Baixo
Hola,
gestern hatte ich kein Internet, in der Gemeindeherberge von Palas de Rei, in der alten Gemeindeherberge unten an der Strasse. Nur 11 Betten im Zimmer.. juhu... Dafuer nur zwei Duschen ohne Tueren.... Erst die Frauen, dann die Maenner. Geht alles. Das habe ich schon mal gelernt.
Neben der Herberge ist eine Bar, alle die weiter wollen, gehen hier vorbei. Es waren alle Bekannten unterwegs und haben hier Pause gemacht. Echt klasse, du triffst sie alle wieder.
Der Barbesitzer hat um 14:00 h einfach die Rolladen heruntergemacht, Siesta, obwohl noch alle draussen saßen und was trinken wollten.... Karl Heinz ist dann in den Supermarkt und hat Bier gekauft, geht doch... Und in der Kirche, wunderschoen, habe ich drei Kerzen angezuendet, sonst nehme ich immer zwei.... Irgendwie sagte mir eine Stimme, das jemand eine benoetigt ?
Nach 25 km bin ich heute in Ribadiso da Baixo gelandet. Ebenfalls die Gemeindeherberge, direkt am Fluss. Kein Supermarkt, nichts als die Ruhe. Und bis Santiago sind es noch 40 km.... Ist nicht mehr viel.
Am Samstag morgen bin ich dann in der Pilgermesse von Santiago.... Start 18.Mai, Santiago 18.Juni....
Morgen nochmal 25 km bis O Pino... und am Samtag die letzten 17 km.... Aber ich gehe in die Gemeindeherberge. Je nachdem was die Fuesse so sagen, gehe ich noch 3 Tage weiter bis nach Finisterre..... Nochmal 90 km.... Mal schauen, erstmal in Santiago ankommen...
Der Weg hat es wirklich in sich. Du gehst hier km fuer km und geniesst einfach nur die Natur, ohne viel nachzudenken, LVM oder Familie, das geht, nur die Froesche oder den Voegeln zuhoeren... Im Hintergrund die Pilgerstoecke beim Aufschlagen... Du stehst morgens auf, und weisst nicht mit wem du so gehst. Michael aus Liverpool, Alan aus Nottingham, Jessica aus Kanada, Italiener, Franzosen, Spanier, viele Deutsche, und die Universitaet aus Pennsylvania.... Die verfolgen mich......
Walter aus Oesterreich, Momo aus Stuttgart, Schweizer Ehepaar, James und Co...
Ich bin mir noch nicht sicher, was der Weg fuer mich zuhause bringt, aber ich bin total gelassen. Die vielen Leute in den Herbergen stoeren mich schon gar nicht mehr. Im Gegenteil, immer in diesen Herbergen, da lernt man viele Leute kennen. Was ich als erstes mache, einen Englischkurs.... hihihi. Englisch ist die Spache auf dem Camino, nur die Franzosen tun sich damit schwer.... Ich glaube ich werde auch meine Klamottten nochmal aussortieren. Was ich nicht trage, weg damit. Diese Geschichte, koennte ich evtl, nochmal gebrauchen, quatsch, weg.... Silvia der Keller wird leer, oder ist er es bereits ...????
Mich ziehen hier auch die Kirchen an, ich gehe herein , setze mich hin, bete vor mich hin, und zuende Kerzen an.... Spirituell ?? Keine Veraenderung festgestellt, ausser dass ich nochmal zu Mutter Meera möchte.
Hier sind auch viele Jugendliche unterwegs, fuer die Jugendlichen ein ganz grosse Herausforderung... Ich geniesse noch die letzten Tage hier auf dem Camino... Die beiden Kreuze immer bei mir, die geben wirklich Kraft.
Wir sollen auf jeden Fall Ruth und Andreas in Australien besuchen kommen. Er besteht darauf... Und James in New York City.....
Gute Nacht...
gestern hatte ich kein Internet, in der Gemeindeherberge von Palas de Rei, in der alten Gemeindeherberge unten an der Strasse. Nur 11 Betten im Zimmer.. juhu... Dafuer nur zwei Duschen ohne Tueren.... Erst die Frauen, dann die Maenner. Geht alles. Das habe ich schon mal gelernt.
Neben der Herberge ist eine Bar, alle die weiter wollen, gehen hier vorbei. Es waren alle Bekannten unterwegs und haben hier Pause gemacht. Echt klasse, du triffst sie alle wieder.
Der Barbesitzer hat um 14:00 h einfach die Rolladen heruntergemacht, Siesta, obwohl noch alle draussen saßen und was trinken wollten.... Karl Heinz ist dann in den Supermarkt und hat Bier gekauft, geht doch... Und in der Kirche, wunderschoen, habe ich drei Kerzen angezuendet, sonst nehme ich immer zwei.... Irgendwie sagte mir eine Stimme, das jemand eine benoetigt ?
Nach 25 km bin ich heute in Ribadiso da Baixo gelandet. Ebenfalls die Gemeindeherberge, direkt am Fluss. Kein Supermarkt, nichts als die Ruhe. Und bis Santiago sind es noch 40 km.... Ist nicht mehr viel.
Am Samstag morgen bin ich dann in der Pilgermesse von Santiago.... Start 18.Mai, Santiago 18.Juni....
Morgen nochmal 25 km bis O Pino... und am Samtag die letzten 17 km.... Aber ich gehe in die Gemeindeherberge. Je nachdem was die Fuesse so sagen, gehe ich noch 3 Tage weiter bis nach Finisterre..... Nochmal 90 km.... Mal schauen, erstmal in Santiago ankommen...
Der Weg hat es wirklich in sich. Du gehst hier km fuer km und geniesst einfach nur die Natur, ohne viel nachzudenken, LVM oder Familie, das geht, nur die Froesche oder den Voegeln zuhoeren... Im Hintergrund die Pilgerstoecke beim Aufschlagen... Du stehst morgens auf, und weisst nicht mit wem du so gehst. Michael aus Liverpool, Alan aus Nottingham, Jessica aus Kanada, Italiener, Franzosen, Spanier, viele Deutsche, und die Universitaet aus Pennsylvania.... Die verfolgen mich......
Walter aus Oesterreich, Momo aus Stuttgart, Schweizer Ehepaar, James und Co...
Ich bin mir noch nicht sicher, was der Weg fuer mich zuhause bringt, aber ich bin total gelassen. Die vielen Leute in den Herbergen stoeren mich schon gar nicht mehr. Im Gegenteil, immer in diesen Herbergen, da lernt man viele Leute kennen. Was ich als erstes mache, einen Englischkurs.... hihihi. Englisch ist die Spache auf dem Camino, nur die Franzosen tun sich damit schwer.... Ich glaube ich werde auch meine Klamottten nochmal aussortieren. Was ich nicht trage, weg damit. Diese Geschichte, koennte ich evtl, nochmal gebrauchen, quatsch, weg.... Silvia der Keller wird leer, oder ist er es bereits ...????
Mich ziehen hier auch die Kirchen an, ich gehe herein , setze mich hin, bete vor mich hin, und zuende Kerzen an.... Spirituell ?? Keine Veraenderung festgestellt, ausser dass ich nochmal zu Mutter Meera möchte.
Hier sind auch viele Jugendliche unterwegs, fuer die Jugendlichen ein ganz grosse Herausforderung... Ich geniesse noch die letzten Tage hier auf dem Camino... Die beiden Kreuze immer bei mir, die geben wirklich Kraft.
Wir sollen auf jeden Fall Ruth und Andreas in Australien besuchen kommen. Er besteht darauf... Und James in New York City.....
Gute Nacht...
Dienstag, 14. Juni 2011
Samos-Portomarin
Hola,
ja ich bin ueber Samos gegangen...
Heute in Portomarin angekommen... unter 100 km....
Es ist eine total schoene Stadt, schon wenn du auf der Bruecke bist, eine sagenhafte Aussicht...
Dafuer habe ich aber nur die Gemeindeherberge bekommnen... 36 Plaetze in einem Raum, der so gross ist , wie der kleine Besprechungsraum beim LVM...
Na ja, ich glaube das ist auch meine Aufgabe auf diesem Camino.... Mit wenig Platz und Luxus auszukommen... Du kannst hier kaum einen Rucksack hinstellen, die Duschen haben keine Tueren, ein WC fuer Hombres, und das bei fast 100 Pilgern..... Gerade noch in der Kirche gewesen, sieht gut aus. Erst hatte ich mich gewundert, weshalb auf den Steinen immer Nummern stehen, aber diese wurden ja spaeter wieder aufgebaut...
Gestern habe ich in Sarria uebernachtet, in der Alberge International... 22:30 h war Zapfenstreich, alles war auch am schlafen, als um Mitternacht Feuerwerkskoerper gezuendet wurden und ein DJ bis heute Morgen um 04:00 h Musik gemacht hat.... Irgendwas mit Pfingsten zu tun ?
In den Herbergen und unterwegs kommt man ja mit den Pilgern so ins Gespraech.. z.B. Rainer und seine TochterMaria, Rainer korpulent. In den Herbergen auf dem Weg sitzen sie dann zusammen und trinken ein Bier oder Schnaps. Gestern habe ich sie dann gefragt, woher sie kommen. Aus Trier, aber es ist nicht Vater mit Tochter, sondern Vater mit Schweigertochter in spe..... Wann sie heiraten will, dass weiss sie noch nicht..... oder heute Mittag beim 100 km Stein.... Da stehen 3 Deutsche und wollten gerade ein Foto machen, da kommt eine etwas aeltere Frau, ueber 55 Jaher an, mit Rucksack und schiebt die Deutschen da weg. "Da ist ja der Stein, mache mal ein Foto!", der Ehemann dann, pfiff und es mussten alle weg, damit sie auf dem Foto alleine ist.Ich sagte dann zu ihr: "Na sind das etwa deutsche Sitten?"... Antwort: "Nein, wir kommen aus Oesterreich. Wir sind immerhin schon 700 km gepilgert, und jetzt steht uns ein Foto zu!"
Buen Camino ;-)
ja ich bin ueber Samos gegangen...
Heute in Portomarin angekommen... unter 100 km....
Es ist eine total schoene Stadt, schon wenn du auf der Bruecke bist, eine sagenhafte Aussicht...
Dafuer habe ich aber nur die Gemeindeherberge bekommnen... 36 Plaetze in einem Raum, der so gross ist , wie der kleine Besprechungsraum beim LVM...
Na ja, ich glaube das ist auch meine Aufgabe auf diesem Camino.... Mit wenig Platz und Luxus auszukommen... Du kannst hier kaum einen Rucksack hinstellen, die Duschen haben keine Tueren, ein WC fuer Hombres, und das bei fast 100 Pilgern..... Gerade noch in der Kirche gewesen, sieht gut aus. Erst hatte ich mich gewundert, weshalb auf den Steinen immer Nummern stehen, aber diese wurden ja spaeter wieder aufgebaut...
Gestern habe ich in Sarria uebernachtet, in der Alberge International... 22:30 h war Zapfenstreich, alles war auch am schlafen, als um Mitternacht Feuerwerkskoerper gezuendet wurden und ein DJ bis heute Morgen um 04:00 h Musik gemacht hat.... Irgendwas mit Pfingsten zu tun ?
In den Herbergen und unterwegs kommt man ja mit den Pilgern so ins Gespraech.. z.B. Rainer und seine TochterMaria, Rainer korpulent. In den Herbergen auf dem Weg sitzen sie dann zusammen und trinken ein Bier oder Schnaps. Gestern habe ich sie dann gefragt, woher sie kommen. Aus Trier, aber es ist nicht Vater mit Tochter, sondern Vater mit Schweigertochter in spe..... Wann sie heiraten will, dass weiss sie noch nicht..... oder heute Mittag beim 100 km Stein.... Da stehen 3 Deutsche und wollten gerade ein Foto machen, da kommt eine etwas aeltere Frau, ueber 55 Jaher an, mit Rucksack und schiebt die Deutschen da weg. "Da ist ja der Stein, mache mal ein Foto!", der Ehemann dann, pfiff und es mussten alle weg, damit sie auf dem Foto alleine ist.Ich sagte dann zu ihr: "Na sind das etwa deutsche Sitten?"... Antwort: "Nein, wir kommen aus Oesterreich. Wir sind immerhin schon 700 km gepilgert, und jetzt steht uns ein Foto zu!"
Buen Camino ;-)
Sonntag, 12. Juni 2011
O Cebreiro-Fonfria
Hola,
ich habe den O Cebreiro hinter mir...
Eine Hammer Etappe. 26 km lang auf ueber 1300 Hoehenmeter...
Eigentlich fing ja alles ganz normal an, bis es so richtig steil hoch ging zu La Faba... erste Pause...
Und immer hoeher und hoeher auf diesen Steinwegen, die Fussballen waren schon am Gluehen.. die Waden aufgepumpt.. Juhu oben auf dem Berg war eine Bar. geschafft. 2. Pause. Aber neee, das war nicht der O Cebreiro... Also weiter.... Endlich oben angekommne, eine wunderschoene Aussicht. Dann ging es auch gleich herunter, wieder herauf, und wieder herunter..... Und kam kam der hoechste Punkt in Galicien.. Alto do Poio... 1337 Meter hoch.. Nach ueber 22 km kommt nochmal eine ganz schwierige Steigung, mit letzter Kraft, also wirklich, roter Kopf, der Schweiss am Ruecken herunter in die Unterhose.... Fast oben angekommen, stehen da auf einmal Andreas und Pacal und der Wiener Walter. Und was machen die.. anstatt mir zu helfen, machen die Fotos von mir.....
Und dann Walter: "Na haste keine Berge in Muenaster zum ueben?".... Tolle Kumpels....
Jetzt in Fonfria angekommen, geduscht und immer noch fix und foxi....
Das war heute eine sehr schwere Etappe, das richtige Training fuer Holger und Stefan, das Einsatzkommando aus Muenster ;-))
Heute war ich drauf und dran, schlapp zu machen.... das muss man nicht jeden Tag haben.....
ich habe den O Cebreiro hinter mir...
Eine Hammer Etappe. 26 km lang auf ueber 1300 Hoehenmeter...
Eigentlich fing ja alles ganz normal an, bis es so richtig steil hoch ging zu La Faba... erste Pause...
Und immer hoeher und hoeher auf diesen Steinwegen, die Fussballen waren schon am Gluehen.. die Waden aufgepumpt.. Juhu oben auf dem Berg war eine Bar. geschafft. 2. Pause. Aber neee, das war nicht der O Cebreiro... Also weiter.... Endlich oben angekommne, eine wunderschoene Aussicht. Dann ging es auch gleich herunter, wieder herauf, und wieder herunter..... Und kam kam der hoechste Punkt in Galicien.. Alto do Poio... 1337 Meter hoch.. Nach ueber 22 km kommt nochmal eine ganz schwierige Steigung, mit letzter Kraft, also wirklich, roter Kopf, der Schweiss am Ruecken herunter in die Unterhose.... Fast oben angekommen, stehen da auf einmal Andreas und Pacal und der Wiener Walter. Und was machen die.. anstatt mir zu helfen, machen die Fotos von mir.....
Und dann Walter: "Na haste keine Berge in Muenaster zum ueben?".... Tolle Kumpels....
Jetzt in Fonfria angekommen, geduscht und immer noch fix und foxi....
Das war heute eine sehr schwere Etappe, das richtige Training fuer Holger und Stefan, das Einsatzkommando aus Muenster ;-))
Heute war ich drauf und dran, schlapp zu machen.... das muss man nicht jeden Tag haben.....
Samstag, 11. Juni 2011
Vega del Valcare
Hola,
die Frau aus Finnland von gestern ist wieder auf dem Camino, habe sie heute mittag gesehen.
Bin in Vega de Valcarce gelandet. Schienbein ist ok, aber da ich gestern in Sandalen gelaufen bin, tun mir beide Fussballen weh. Heute morgen habe ich unter beiden Fuessen ein Tape gemacht, hat gut geklappt. Morgen geht es auf 1308 Meter hoch,, und das auf 26 km.... oh weh. Auf 600 Hoehenmeter bin ich ja schon... Und dann geht es auch noch wieder herunter. Shit....
In der letzten Herberge habe ich komische Traueme gehabt. Auf dem Gelände dieser Herberge war wohl vorher mal ein Friedhof. Ich kann mich noch an zwei Traueme erinnern. 1. Ich habe mit meinen Eltern Weihnachten verbracht, ich glaube in Gremmendorf. Meine mutter hatte das Essen fertig, und mein Vater war nicht da. Sie sagte , er sei gerade zu Drugemoeller gegangen..??? Das ist eine Pommes Bude in Gremmendorf. Da waren wir als Jugendliche immer zum Schnitzel essen und Bier trinken.... Ich bin dann schweissgebadet wachgeworden... 3 Uhr Morgens.... 2. Traum: wieder meine Eltern , wir haben Post bekommen aus England, Schottland oder Irland, auf jeden Fall koennen wir in ein Haus ziehen, obwohl wir Katholiken sind... keine Ahnung was das war. War schoen meine Eltern wieder zu sehen, mein Vater ist 1987 gestorben und meine Mutter letztes Jahr. Irgendwie unheimlich....
Ich habe mal die anderen gefragt, und einige hatten auch total komische Traueme. ist wohl ein ganz besonderer Ort.
Eigentlich wollte ich nicht hier in der Gemeindeherberge bleiben, hatte keine gute Beurteilungen, Aber warum ? Wovor soll ich wegrennen oder weitergehen ? Auf dem Weg habe ich nicht nur koerperliche und seelische Beanspruchungen, Noch mehr, man begreift erstmal wie einfach das Leben doch sein kann. Mit wie wenig Klamotten man doch eigentlich auskommen kann.. oder wenn man unter der Dusche steht, wie heute und unten geht auch eine Dusche, dann haste mal fuer 5 Min kein Wasser.... Na und? Die Toilettentuer kann nicht verschlossen werden, nur ein kleiner Hebel. Ich habe seitdem ich hier unterwegs bin, einmal einen Kleiderbuegel oder ein Scharnkfach gehabt. Du lernst hier die Einfachkeit zu geniessen.
Gerade ich, der alles vorher generalstabsmaessig planen muss. Shit, klappt oder klappt nicht. Der Weg bringt die jeden Tag neue Erfahrungen, und Abenteuer. Oh die Zeit ist um.
die Frau aus Finnland von gestern ist wieder auf dem Camino, habe sie heute mittag gesehen.
Bin in Vega de Valcarce gelandet. Schienbein ist ok, aber da ich gestern in Sandalen gelaufen bin, tun mir beide Fussballen weh. Heute morgen habe ich unter beiden Fuessen ein Tape gemacht, hat gut geklappt. Morgen geht es auf 1308 Meter hoch,, und das auf 26 km.... oh weh. Auf 600 Hoehenmeter bin ich ja schon... Und dann geht es auch noch wieder herunter. Shit....
In der letzten Herberge habe ich komische Traueme gehabt. Auf dem Gelände dieser Herberge war wohl vorher mal ein Friedhof. Ich kann mich noch an zwei Traueme erinnern. 1. Ich habe mit meinen Eltern Weihnachten verbracht, ich glaube in Gremmendorf. Meine mutter hatte das Essen fertig, und mein Vater war nicht da. Sie sagte , er sei gerade zu Drugemoeller gegangen..??? Das ist eine Pommes Bude in Gremmendorf. Da waren wir als Jugendliche immer zum Schnitzel essen und Bier trinken.... Ich bin dann schweissgebadet wachgeworden... 3 Uhr Morgens.... 2. Traum: wieder meine Eltern , wir haben Post bekommen aus England, Schottland oder Irland, auf jeden Fall koennen wir in ein Haus ziehen, obwohl wir Katholiken sind... keine Ahnung was das war. War schoen meine Eltern wieder zu sehen, mein Vater ist 1987 gestorben und meine Mutter letztes Jahr. Irgendwie unheimlich....
Ich habe mal die anderen gefragt, und einige hatten auch total komische Traueme. ist wohl ein ganz besonderer Ort.
Eigentlich wollte ich nicht hier in der Gemeindeherberge bleiben, hatte keine gute Beurteilungen, Aber warum ? Wovor soll ich wegrennen oder weitergehen ? Auf dem Weg habe ich nicht nur koerperliche und seelische Beanspruchungen, Noch mehr, man begreift erstmal wie einfach das Leben doch sein kann. Mit wie wenig Klamotten man doch eigentlich auskommen kann.. oder wenn man unter der Dusche steht, wie heute und unten geht auch eine Dusche, dann haste mal fuer 5 Min kein Wasser.... Na und? Die Toilettentuer kann nicht verschlossen werden, nur ein kleiner Hebel. Ich habe seitdem ich hier unterwegs bin, einmal einen Kleiderbuegel oder ein Scharnkfach gehabt. Du lernst hier die Einfachkeit zu geniessen.
Gerade ich, der alles vorher generalstabsmaessig planen muss. Shit, klappt oder klappt nicht. Der Weg bringt die jeden Tag neue Erfahrungen, und Abenteuer. Oh die Zeit ist um.
Freitag, 10. Juni 2011
Cacabelos
Heute bin ich in der "Umkleidekabine" in Cacabelos angekommen. Bin heute in Sandalen gelaufen 23 km...
Das Schienbein tut zwar nicht weh, dafuer jetzt mein Fussballen... Heute morgen haben wir in Ponferrada eine japanische Fernsehcrew getroffen, eine bunt angezogene Japanerein, in rot, mit grossem Hut und einem Kamerateam....
Sie kam an uns vorbei und fragte woher wir kommen. Evtl. kommen wir in einer japanischen Doku vor. Ich als Vorzeigedeutscher... kurze Hose, Jacke an, Sandalen mit... natuerlich Socken....;-) Hinterher wurde es waermer und ich habe die Jacke und auch die Socken ausgezogen... In barfuss ueber 15 km... Stramme Leistung...
Vorhin erzaehlte uns eine Frau auf englisch, dass sie heute an ihrem ersten Tag von einem Spanier mit einem Messer bedroht wurde. Sie hatte dann laut Help geschrien, und dann ist er abgehauen. Am ersten Tag...
Es muss wohl kurz vor dem Ort gewesen sein. Ein paar Pferde standen auf der Weide, sie hat ein Foto gemacht und ist dann weitergegangen, und auf einmal waere er neben ihr gewesen und hat sie auf Spanisch angesprochen, sie hatte es nicht verstanden und dann hat er sein Messer gezogen.... Ein anderer Spanier auf einem Traktor hat sie dann mit zur Polizei genommen. Sie ist total fertig, da sie nichts zu essen hat und hier die Geschaefte erst um 17:00 h oeffnen, habe ich ihr von meinem Proviant etwas abgegeben...
Jetzt zu gestern... Es war eine Hammer Etappe... von Rabanal del Camino bis Molinaseca....zwar nur 21 km, aber von 1000 Hoehenmeter auf ueber 1500 Hoehenmeter bis zum Cruz de Ferro... Dort angekommen, an diesem riesigen Steinhaufen, erstmal jede Menge Fotos machen... Auch von den Sachen, die die Pilger alles so dort ablegen, Plueschtiere, Fotos, Bhuddas, Schuhe, Bilder und jede Menge Steine, aber jetzt... ein Gummihammer.... wer legt hier einen Gummihammer ab? Egal. Nach dem Kreuz geht es bergab auf 600 Hoehenmeter herunter, volle Belastung fuer das Knie und die Waden.. oh tat das weh,,,, ohhh... Unten angekommen, an der ersten Bar erstmal eine lange Pause. Dort sah ich dann einen Mann mit einem Forumaufkleber von dem Pilgerforum. So kamen wir ins Gespreach. Er ist auch aus Duesseldorf geflogen aber mit 18 Kg Gepaeck.. Das ist ne Menge.... Er hat dann unterwegs immer in den Herbergen was dagelassen, Zelt, Isomatte und..... na... am Cruz de Ferro seinen Gummihammer. Er hat seine komplette Campingausruestung mitgenommen.... Sein Name: Leo der Camper... Wir haben gelacht, echt klasse. Er ist dann aufgestanden und was hatte er noch am Guertel... eine Angel......Oh Mann, hier ist was los...
Von Walter aus Oestereich habe ich gehoert, dass er in der anderen Herberge aus dem Zimmer geflogen ist, weil er so laut geschnarcht hat... Er wurde von der Herbergsmutter in die Garage gelegt, neben Benzinkanister und Oel und Werkzeug...
Er hat die ganze Nacht nicht geschlafen, weil es in der Garage so am stinken war....
Wenn eine Pilgermesse stattfindet, gehe ich hin. Und Kerzen habe ich viele angezuendet.
Eine sehr sehr gute Pilgermesse hatte ich in Rabanal del Camino. Ein Stunden-Gebetsgottesdienst, es wurde eine Stunde gesprochen und gesungen, die Fuerbitten auf verschiedenen Sprachen.. Total Klasse, einfach zum verschmelzen...
Du sitzt da in der Kirchenbank, mit einem deutschen Heftchen ueber das Gebet was gesprochen wird, aber du sprichst es auf spanisch mit. Einer hat vorgesagt und die Gemeinde, bzw. Pilger sprechen es nach.... Gaensehaut. Gaensehaut...
So jetzt will der naechste an den PC.
Das Schienbein tut zwar nicht weh, dafuer jetzt mein Fussballen... Heute morgen haben wir in Ponferrada eine japanische Fernsehcrew getroffen, eine bunt angezogene Japanerein, in rot, mit grossem Hut und einem Kamerateam....
Sie kam an uns vorbei und fragte woher wir kommen. Evtl. kommen wir in einer japanischen Doku vor. Ich als Vorzeigedeutscher... kurze Hose, Jacke an, Sandalen mit... natuerlich Socken....;-) Hinterher wurde es waermer und ich habe die Jacke und auch die Socken ausgezogen... In barfuss ueber 15 km... Stramme Leistung...
Vorhin erzaehlte uns eine Frau auf englisch, dass sie heute an ihrem ersten Tag von einem Spanier mit einem Messer bedroht wurde. Sie hatte dann laut Help geschrien, und dann ist er abgehauen. Am ersten Tag...
Es muss wohl kurz vor dem Ort gewesen sein. Ein paar Pferde standen auf der Weide, sie hat ein Foto gemacht und ist dann weitergegangen, und auf einmal waere er neben ihr gewesen und hat sie auf Spanisch angesprochen, sie hatte es nicht verstanden und dann hat er sein Messer gezogen.... Ein anderer Spanier auf einem Traktor hat sie dann mit zur Polizei genommen. Sie ist total fertig, da sie nichts zu essen hat und hier die Geschaefte erst um 17:00 h oeffnen, habe ich ihr von meinem Proviant etwas abgegeben...
Jetzt zu gestern... Es war eine Hammer Etappe... von Rabanal del Camino bis Molinaseca....zwar nur 21 km, aber von 1000 Hoehenmeter auf ueber 1500 Hoehenmeter bis zum Cruz de Ferro... Dort angekommen, an diesem riesigen Steinhaufen, erstmal jede Menge Fotos machen... Auch von den Sachen, die die Pilger alles so dort ablegen, Plueschtiere, Fotos, Bhuddas, Schuhe, Bilder und jede Menge Steine, aber jetzt... ein Gummihammer.... wer legt hier einen Gummihammer ab? Egal. Nach dem Kreuz geht es bergab auf 600 Hoehenmeter herunter, volle Belastung fuer das Knie und die Waden.. oh tat das weh,,,, ohhh... Unten angekommen, an der ersten Bar erstmal eine lange Pause. Dort sah ich dann einen Mann mit einem Forumaufkleber von dem Pilgerforum. So kamen wir ins Gespreach. Er ist auch aus Duesseldorf geflogen aber mit 18 Kg Gepaeck.. Das ist ne Menge.... Er hat dann unterwegs immer in den Herbergen was dagelassen, Zelt, Isomatte und..... na... am Cruz de Ferro seinen Gummihammer. Er hat seine komplette Campingausruestung mitgenommen.... Sein Name: Leo der Camper... Wir haben gelacht, echt klasse. Er ist dann aufgestanden und was hatte er noch am Guertel... eine Angel......Oh Mann, hier ist was los...
Von Walter aus Oestereich habe ich gehoert, dass er in der anderen Herberge aus dem Zimmer geflogen ist, weil er so laut geschnarcht hat... Er wurde von der Herbergsmutter in die Garage gelegt, neben Benzinkanister und Oel und Werkzeug...
Er hat die ganze Nacht nicht geschlafen, weil es in der Garage so am stinken war....
Wenn eine Pilgermesse stattfindet, gehe ich hin. Und Kerzen habe ich viele angezuendet.
Eine sehr sehr gute Pilgermesse hatte ich in Rabanal del Camino. Ein Stunden-Gebetsgottesdienst, es wurde eine Stunde gesprochen und gesungen, die Fuerbitten auf verschiedenen Sprachen.. Total Klasse, einfach zum verschmelzen...
Du sitzt da in der Kirchenbank, mit einem deutschen Heftchen ueber das Gebet was gesprochen wird, aber du sprichst es auf spanisch mit. Einer hat vorgesagt und die Gemeinde, bzw. Pilger sprechen es nach.... Gaensehaut. Gaensehaut...
So jetzt will der naechste an den PC.
Donnerstag, 9. Juni 2011
Rabanal und Molinaseca
Hallo zusammen,
ich bins, Silvia. Guido hat mich gerade angerufen. Er hat seit 2 Tagen kein Internet und hat mich gebeten, für ihn zu posten.
Heute ist die ganze Truppe (ich glaube es sind 9 Leute) in Molinaseca gelandet. Gestern waren sie in Rabanal. Guido erzählte, dass sie gestern abend in Rabanal einen sehr schönen Pilgergottesdienst gefeiert haben.
Der Wortgottesdienst war auf spanisch, die Fürbitten allerdings in allen möglichen Sprachen vorgetragen.
Die Gruppe geht tagsüber getrennt, da jeder seinen eigenen Rhythmus hat, aber abends (oder an markanten Punkten wie dem Cruz de Ferro) treffen sie sich. Es ist eine sehr internationale, bunt zusammengewürfelte Truppe, die sich da gefunden hat. Die Nationalitäten habe ich leider schon fast wieder vergessen....Mexiko, Schweiz, Amerika....etc.....und natürlich der Preuße ;-)).
Heute in Molinaseca sind sie in der Gemeindeherberge gelandet, weil die schöne Herberge vor Ort schon belegt war. Die Gemeindeherberge muss sehr abenteuerlich sein. Immer wenn jemand duscht, stehen die Toiletten unter Wasser. Also aufpassen beim Hose runterlassen, sonst gibts nasse Hosenbeine ;-).
Ein Mitpilger, aus der Schweiz, der Koch ist, kocht heute für alle.Sie haben vor Ort die Zutaten gekauft, aber Guido hat das Gefühl, dass die Preise in den kleinen Supermärkten nach Lust und Laune gemacht werden. Es sind keine Auszeichnungen an den Waren und sie haben sehr viel für die Zutaten gezahlt (irgendwas mit 21 Euro fürs Gemüse). Wahrscheinlich haben dem Supermarktinhaber deren Nasen nicht gefallen ;-)).
Beim Kochen ist vorhin die Gasflasche ausgegangen. Also haben sie den Hospitalero verständigt. Dummerweise hatte der vorher in der Bar einen gezwitschert und war wohl nicht mehr ganz bei sich. Auf jeden Fall hat er dann - mit Fluppe im Mund- die Gasflasche ausgetauscht.
Da soll mal einer sagen, pilgern wäre kein Abenteuerurlaub ;-))).
Heute morgen waren sie am Cruz de Ferro. Das ist das große Kreuz mit dem Steinhaufen, an dem die Pilger symbolisch einen Stein (manchmal auch andere Sachen) ablegen. Guido erzählte, dass sie sich kaputt gelacht haben, weil ein Pilger einen Gummihammer abgelegt hat.
Kurz darauf ist ihm auf dem Weg ein Mitpilger begegnet, der auch die Abzeichen unseres Pilgerforums am Rucksack hatte. Guido hat ihn angesprochen und siehe da...es war ein Forumskollege.
Er hatte tatsächlich 18 kg Gepäck (seine ganze Campingausrüstung) mit. Und es kam, wie es kommen musste. Er erzählte Guido, dass er am Cruz de Ferro seinen Gummihammer abgelegt hat ;-))).
Als er wegging, stellte Guido noch fest, dass der Forumskollege sogar eine Angel dabei hatte.
Tja....manche Pilger sind für alle Eventualitäten gerüstet.
Das Schienbein macht ihm immer noch Probleme. Auch die Wade ist ganz dick. Heute Abend wird eine Diclofenac eingeworfen und dann wirds schon wieder "gehen"......es muss ja......es sind ja noch ca. 200 km bis Santiago.
Buen Camino!
ich bins, Silvia. Guido hat mich gerade angerufen. Er hat seit 2 Tagen kein Internet und hat mich gebeten, für ihn zu posten.
Heute ist die ganze Truppe (ich glaube es sind 9 Leute) in Molinaseca gelandet. Gestern waren sie in Rabanal. Guido erzählte, dass sie gestern abend in Rabanal einen sehr schönen Pilgergottesdienst gefeiert haben.
Der Wortgottesdienst war auf spanisch, die Fürbitten allerdings in allen möglichen Sprachen vorgetragen.
Die Gruppe geht tagsüber getrennt, da jeder seinen eigenen Rhythmus hat, aber abends (oder an markanten Punkten wie dem Cruz de Ferro) treffen sie sich. Es ist eine sehr internationale, bunt zusammengewürfelte Truppe, die sich da gefunden hat. Die Nationalitäten habe ich leider schon fast wieder vergessen....Mexiko, Schweiz, Amerika....etc.....und natürlich der Preuße ;-)).
Heute in Molinaseca sind sie in der Gemeindeherberge gelandet, weil die schöne Herberge vor Ort schon belegt war. Die Gemeindeherberge muss sehr abenteuerlich sein. Immer wenn jemand duscht, stehen die Toiletten unter Wasser. Also aufpassen beim Hose runterlassen, sonst gibts nasse Hosenbeine ;-).
Ein Mitpilger, aus der Schweiz, der Koch ist, kocht heute für alle.Sie haben vor Ort die Zutaten gekauft, aber Guido hat das Gefühl, dass die Preise in den kleinen Supermärkten nach Lust und Laune gemacht werden. Es sind keine Auszeichnungen an den Waren und sie haben sehr viel für die Zutaten gezahlt (irgendwas mit 21 Euro fürs Gemüse). Wahrscheinlich haben dem Supermarktinhaber deren Nasen nicht gefallen ;-)).
Beim Kochen ist vorhin die Gasflasche ausgegangen. Also haben sie den Hospitalero verständigt. Dummerweise hatte der vorher in der Bar einen gezwitschert und war wohl nicht mehr ganz bei sich. Auf jeden Fall hat er dann - mit Fluppe im Mund- die Gasflasche ausgetauscht.
Da soll mal einer sagen, pilgern wäre kein Abenteuerurlaub ;-))).
Heute morgen waren sie am Cruz de Ferro. Das ist das große Kreuz mit dem Steinhaufen, an dem die Pilger symbolisch einen Stein (manchmal auch andere Sachen) ablegen. Guido erzählte, dass sie sich kaputt gelacht haben, weil ein Pilger einen Gummihammer abgelegt hat.
Kurz darauf ist ihm auf dem Weg ein Mitpilger begegnet, der auch die Abzeichen unseres Pilgerforums am Rucksack hatte. Guido hat ihn angesprochen und siehe da...es war ein Forumskollege.
Er hatte tatsächlich 18 kg Gepäck (seine ganze Campingausrüstung) mit. Und es kam, wie es kommen musste. Er erzählte Guido, dass er am Cruz de Ferro seinen Gummihammer abgelegt hat ;-))).
Als er wegging, stellte Guido noch fest, dass der Forumskollege sogar eine Angel dabei hatte.
Tja....manche Pilger sind für alle Eventualitäten gerüstet.
Das Schienbein macht ihm immer noch Probleme. Auch die Wade ist ganz dick. Heute Abend wird eine Diclofenac eingeworfen und dann wirds schon wieder "gehen"......es muss ja......es sind ja noch ca. 200 km bis Santiago.
Buen Camino!
Dienstag, 7. Juni 2011
Astorga
Abendessen und Fruehstueck bei Pépe.... Das beste bis jetzt auf dem CAMINO...
Salat als Vorspeise, Suppe, Paella mit Gemuese...., und leckeren Nachtisch....Lecker.-
Heute morgen um 07:30 h gefruehstueckt.... und dann haben wir uns auf den Weg nach Astorga gemacht. 32km Etappe.
Sind hier in der staedtischen Herberge gelandet.... Auch klasse, 4 er Zimmer, bei mir liegen zwei Spanier, mit denen ich vor 150 km schon mal im Zimmer lag... Man trifft sie alle wieder....
Ich habe seit dem Abstieg zu Religos, Probleme mit dem rechten Schienbein..... Gestern duch León ging alles gut, aber bei den Abstiegen und heute der lange und steile Abstieg zu Astorga, das tut schon weh... Ich glaube das erste Tape wird faellig... Ebenfalls merke ich auch die Fussballen von den Steinwegen.... Nach knappen 300 km und jetzt faengt es an mit den Wehwehchen.... Na, ja wird schon gut. Schoen eincremen...
Wir haben eben im Supermarkt, Brot und Tomaten gekauft... Kein Bier.....
Einen schoenen Gruss aus Astorga
Salat als Vorspeise, Suppe, Paella mit Gemuese...., und leckeren Nachtisch....Lecker.-
Heute morgen um 07:30 h gefruehstueckt.... und dann haben wir uns auf den Weg nach Astorga gemacht. 32km Etappe.
Sind hier in der staedtischen Herberge gelandet.... Auch klasse, 4 er Zimmer, bei mir liegen zwei Spanier, mit denen ich vor 150 km schon mal im Zimmer lag... Man trifft sie alle wieder....
Ich habe seit dem Abstieg zu Religos, Probleme mit dem rechten Schienbein..... Gestern duch León ging alles gut, aber bei den Abstiegen und heute der lange und steile Abstieg zu Astorga, das tut schon weh... Ich glaube das erste Tape wird faellig... Ebenfalls merke ich auch die Fussballen von den Steinwegen.... Nach knappen 300 km und jetzt faengt es an mit den Wehwehchen.... Na, ja wird schon gut. Schoen eincremen...
Wir haben eben im Supermarkt, Brot und Tomaten gekauft... Kein Bier.....
Einen schoenen Gruss aus Astorga
Villar de Mazarife (Mo, 06.06.)
Ich bin heute morgen mit Andreas und James in Villar de Mazarife angekommen.
Alberge San Anton de Padua... Ist schoen hier. Und wir haben noch ein Bett bekommen, um 13:30 h......
Im Forum (www.jakobus-peregrino.de) wird ja heiss darueber diskutiert....
Alberge San Anton de Padua... Ist schoen hier. Und wir haben noch ein Bett bekommen, um 13:30 h......
Im Forum (www.jakobus-peregrino.de) wird ja heiss darueber diskutiert....
Sonntag, 5. Juni 2011
León
Ich habe heute Kerzen in der Kathefrale von León angezuendet.... Sogar mehrere...
Ich bin heute morgen hier angekommen, in der Jugendherberge bzw. der staedtischen Anlage... 8 er Zimmer.
Mit.-... ja, es sind alle hier, James, Andreas, Pascal, Pablo, Laurenea, Berni und Daniela....
Berni ist neu, ein Mexikaner, der in der USA lebt, und Daniela kommt aus Guatemale und lebt in den USA.
Und mit der Bande bin ich auf dem Zimmer.....Wir haben uns ja fast 300 km nicht gesehen....
Das Witzige ist, das Daniela mit in Hunto am 18.05.11 gestartet ist. Wir hatten am ersten Abend am selben Tisch gegessen...
Getroffen hatte ich die Bande gestern Abend noch Mansilla de las Mulas.... Ich sass draussen im Garten, als ich Pascal vorbeilaufen sah und kurze Zeit spaeter kam der Rest.... Wir haben dann in der Herberge draussen gesessen.
Leider war sie ausgebucht und die Staedtische auch. Aber Pablo hat mit dem Besitzer gesprochen, sie durften draussen unter der Markise schlafen.... Und heute morgen hatten wir uns dann hier verabredet... Die Maedels von der Universitaet waren auch dabei...
Gestern als ich in den Ort gekommen bin und nicht wusste wo die Herberge ist, kam eine Spanierin aus dem Haus und fragte mich auf spanisch wo ich hin wollte. Aleman, ahhh, dann zeigte sie mir mit den Haenden, Camino geradeaus, Bar rechts und fing voll an zu lachen...
Buen Camino.
Ich bin heute morgen hier angekommen, in der Jugendherberge bzw. der staedtischen Anlage... 8 er Zimmer.
Mit.-... ja, es sind alle hier, James, Andreas, Pascal, Pablo, Laurenea, Berni und Daniela....
Berni ist neu, ein Mexikaner, der in der USA lebt, und Daniela kommt aus Guatemale und lebt in den USA.
Und mit der Bande bin ich auf dem Zimmer.....Wir haben uns ja fast 300 km nicht gesehen....
Das Witzige ist, das Daniela mit in Hunto am 18.05.11 gestartet ist. Wir hatten am ersten Abend am selben Tisch gegessen...
Getroffen hatte ich die Bande gestern Abend noch Mansilla de las Mulas.... Ich sass draussen im Garten, als ich Pascal vorbeilaufen sah und kurze Zeit spaeter kam der Rest.... Wir haben dann in der Herberge draussen gesessen.
Leider war sie ausgebucht und die Staedtische auch. Aber Pablo hat mit dem Besitzer gesprochen, sie durften draussen unter der Markise schlafen.... Und heute morgen hatten wir uns dann hier verabredet... Die Maedels von der Universitaet waren auch dabei...
Gestern als ich in den Ort gekommen bin und nicht wusste wo die Herberge ist, kam eine Spanierin aus dem Haus und fragte mich auf spanisch wo ich hin wollte. Aleman, ahhh, dann zeigte sie mir mit den Haenden, Camino geradeaus, Bar rechts und fing voll an zu lachen...
Buen Camino.
Samstag, 4. Juni 2011
Mansilla de las Mulas
Heute bin ich in Mansilla de las Mulas angekommen..
In einer ganz tollen privaten Herberge. Nur 14 Leute auf dem Zimmer.... aber immerhin 4 Toiletten und 4 Duschen fuer ueber 30 Pilger, ist ja schon Luxus....
Am Bergfest haben wir abends selber gekocht, im Supermarkt haben wir Spaghetti, Tomatenmark, Knobi, Wurst und Vino Tinto gekauft. In der Kueche kamen auch drei Deutsche hinzu.. Also alles doppelt. 1 kg Spaghetti, 2 Liter Sauce und 5 Flaschen Rotwein.
Madlaine hat eine Tauchschule auf Gran Canaria. Frank Aversesch und seine Begleiterin aus Coesfeld.
Seine Cousine arbeitet natuerlich beim..... yes .. LVM.. Egal war ein toller Abend. Ich soll auf Gran Canaria tauchen kommen.
Morgens ging es dann Richtung Bercanos, del Real Camino.
Zeit ist um.
In einer ganz tollen privaten Herberge. Nur 14 Leute auf dem Zimmer.... aber immerhin 4 Toiletten und 4 Duschen fuer ueber 30 Pilger, ist ja schon Luxus....
Am Bergfest haben wir abends selber gekocht, im Supermarkt haben wir Spaghetti, Tomatenmark, Knobi, Wurst und Vino Tinto gekauft. In der Kueche kamen auch drei Deutsche hinzu.. Also alles doppelt. 1 kg Spaghetti, 2 Liter Sauce und 5 Flaschen Rotwein.
Madlaine hat eine Tauchschule auf Gran Canaria. Frank Aversesch und seine Begleiterin aus Coesfeld.
Seine Cousine arbeitet natuerlich beim..... yes .. LVM.. Egal war ein toller Abend. Ich soll auf Gran Canaria tauchen kommen.
Morgens ging es dann Richtung Bercanos, del Real Camino.
Zeit ist um.
Donnerstag, 2. Juni 2011
Ledigos
Heute ist Bergfest ... 400 km habe ich schon gepilgert, 400 km noch bis Santiago....
Hammer, wenn ich mir das so vorstelle 400 km , mit Gepaeck, Berg hoch, Berg herunter....
Ich glaube, ich werde erst zuhause verstehen, was dieser Camino fuer eine Herausforderung ist.
Heute bin ich in Ledigos gelandet.
Heute Morgen durch die endlose Meseta, 18 km nur Schotterpiste. Keine Bar , einfach gar nichts, nur die Pilgerautobahn....
Im Outdoorfuehrer steht: "Eine Herausforderung fuer Koerper und Geist".... Das stimmt. Viel Zeit ueber einiges nachzudenken, eigentlich wie gut man es doch zuhause hat....Was ich eigentlich fuer einen Luxus zuhause habe und wie viel unnoetige Sachen noch z.b. im Keller liegen, wenn man eigentlich nur aus dem Rucksack leben kann.... Du denkst ueber die tollen Freunde, Kollegen, Nachbarn und natuerlich die Familie nach....steht an erster Stelle...Und nach 4 Stunden ist die Meseta vorbei. Das Wetter ist angenehm zu gehen, 15 Grad, aber ein eiskalter Wind, viele sind mit Fleece gegangen....
Hier freuen sich einige dass sie die 400 km geschafft haben, viele mit dicken Verbaenden um die Fuesse, einige sind nur am humpeln, hier werden die Blasen aufgestochen ein Bindfaden eingesetzt, aber keiner will aufgeben.
Alle wollen nach Santiago. Es ist wirklich ein Pilgervirus....
Hammer, wenn ich mir das so vorstelle 400 km , mit Gepaeck, Berg hoch, Berg herunter....
Ich glaube, ich werde erst zuhause verstehen, was dieser Camino fuer eine Herausforderung ist.
Heute bin ich in Ledigos gelandet.
Heute Morgen durch die endlose Meseta, 18 km nur Schotterpiste. Keine Bar , einfach gar nichts, nur die Pilgerautobahn....
Im Outdoorfuehrer steht: "Eine Herausforderung fuer Koerper und Geist".... Das stimmt. Viel Zeit ueber einiges nachzudenken, eigentlich wie gut man es doch zuhause hat....Was ich eigentlich fuer einen Luxus zuhause habe und wie viel unnoetige Sachen noch z.b. im Keller liegen, wenn man eigentlich nur aus dem Rucksack leben kann.... Du denkst ueber die tollen Freunde, Kollegen, Nachbarn und natuerlich die Familie nach....steht an erster Stelle...Und nach 4 Stunden ist die Meseta vorbei. Das Wetter ist angenehm zu gehen, 15 Grad, aber ein eiskalter Wind, viele sind mit Fleece gegangen....
Hier freuen sich einige dass sie die 400 km geschafft haben, viele mit dicken Verbaenden um die Fuesse, einige sind nur am humpeln, hier werden die Blasen aufgestochen ein Bindfaden eingesetzt, aber keiner will aufgeben.
Alle wollen nach Santiago. Es ist wirklich ein Pilgervirus....
Mittwoch, 1. Juni 2011
Villacazar de Sirga
Heute bin ich in Villacazar de Sirga angekommen. Morgen geht es durch die Meseta..
Gestern Abend habe ich mit 10 Spaniern zu Abend gegessen. Sie hatten fuer mich die Tische zusammengerueckt. Einfach klasse, einer hat mir es auf Englisch uebersetzt. Es ist eine grosse internationale Gemeinschaft. Jeder redet mit jedem, mit Haenden und Fuessen. Es klappt.
Dieser Camino verbindet wirklich Menschen.
Heute Abend in der Gemeindeherberge mit einem Italiener und einer Italienerin, irgendwie verstehen wir was jeder sagt. Klappt gut.
Nach der Abendmesse um 19:00 h, waren viele Pilger, zusammen; ein Vino Tinto, kein San Miguel...
Ich bin von dem Weg, den Abendmessen und dieser Gemeinschaft, schwer beeindruckt..
Ich glaube , dass ich das, was ich hier mache, erst zuhause richtig wahrnehmen werde.
Morgen habe ich schon ueber 400 km gepilgert, mit vielen Freunden aus so vielen Laendern...
Wer den Weg noch nicht gegangen ist, kann dies nicht nachvollziehen.
Gestern Abend habe ich mit 10 Spaniern zu Abend gegessen. Sie hatten fuer mich die Tische zusammengerueckt. Einfach klasse, einer hat mir es auf Englisch uebersetzt. Es ist eine grosse internationale Gemeinschaft. Jeder redet mit jedem, mit Haenden und Fuessen. Es klappt.
Dieser Camino verbindet wirklich Menschen.
Heute Abend in der Gemeindeherberge mit einem Italiener und einer Italienerin, irgendwie verstehen wir was jeder sagt. Klappt gut.
Nach der Abendmesse um 19:00 h, waren viele Pilger, zusammen; ein Vino Tinto, kein San Miguel...
Ich bin von dem Weg, den Abendmessen und dieser Gemeinschaft, schwer beeindruckt..
Ich glaube , dass ich das, was ich hier mache, erst zuhause richtig wahrnehmen werde.
Morgen habe ich schon ueber 400 km gepilgert, mit vielen Freunden aus so vielen Laendern...
Wer den Weg noch nicht gegangen ist, kann dies nicht nachvollziehen.
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